Die Geschichte der Niederwald-Seilbahn

Die Niederwald-Seilbahn wurde am 8. Juli 1953, um 10 Uhr vormittags, in Betrieb genommen. Sie erwies sich rasch als ein großer Erfolg. Bereits ein Vierteljahr nach der Eröffnung, am 18. Oktober 1953, wurde der 20.000. Fahrgast gezählt. Die Assmannshäuser Seilbahn war die erste sowohl in Hessen, als auch im gesamten Mittelrheingebiet.

Im Frühjahr hatte Bürgermeister Josef Bode einen Seilbahnspezialisten aus Oberstdorf für den Bau der Sesselbahn gewinnen können. Die Firma Herbert Weigmann hatte dann in der kurzen Zeit von nur zehn Wochen die Bahn fertiggestellt.

Die Talstation befindet sich am Standort des früheren Zahnradbahn-Bahnhofs, die Bergstation liegt etwa 100 Meter westlich des Jagdschlosses Niederwald.

Das starke, endlose Drahtseil führt über zehn Gittermasten in acht bis zehn Meter Höhe über dem Boden. Die Entfernung zwischen Tal- und Bergstation beträgt 927 Meter, der Höhenunterschied 230 Meter. Die Fahrgastgeschwindigkeit ist 1,6 m/sec, kann aber auch 0,3 m/sec. herabgesetzt werden. An dem sechs Tonnen schweren Seil, das unten und oben über eine 3,50 m Durchmesser starke Seilscheibe führt, sind im Spezialverfahren die zweisitzigen Stahlsessel aufgeklemmt. Die Seilscheibe der Talstation ist starr, die der Bergstation ist auf einem beweglichen Schlitten mit dem starken Gegengewicht von 16 Tonnen befestigt. Die Bahn kann gleichzeitig 280 Personen befördern, sie verfügt über 72 Sesselpaare.